Hessenwasser reicht Planfeststellungsantrag für den Bauabschnitt Mitte der »Neuen Riedleitung« ein

13.07.202

Nächster wichtiger Schritt für eines der zentralen Trinkwasser-Infrastrukturprojekte in Südhessen
 

Die Hessenwasser GmbH & Co. KG hat den Antrag auf Planfeststellung für den Mittelteil der »Neuen Riedleitung«, kurz R2M, beim Regierungspräsidium Darmstadt eingereicht. Damit beginnt das formelle Genehmigungsverfahren für den nächsten Abschnitt des bedeutenden Trinkwasser-Infrastrukturprojekts in Südhessen. 

„Mit dem Einreichen der Planfeststellungsunterlagen für die R2M gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt, um die Trinkwasserversorgung im Rhein-Main-Gebiet langfristig abzusichern“, sagt Hessenwasser-Geschäftsführerin Elisabeth Jreisat. „Die Neue Riedleitung ist ein zentrales Infrastrukturprojekt für die Region. Sie schafft zusätzliche Betriebssicherheit, erhöht die Flexibilität im Leitungsverbundsystem und hilft uns, die Wasserversorgung auch unter den Bedingungen des Klimawandels mit ausgeprägteren Wasserbedarfsspitzen zuverlässig zu gestalten.“ 

Der Leitungsverbund vernetzt in der Rhein-Main-Region verschiedene Wasserwerke und Gewinnungsgebiete. Dadurch können Fördermengen flexibel gesteuert und Kapazitäten einzelner Gewinnungsgebiete bei Bedarf ausgeglichen werden. Die Riedleitung übernimmt darin eine zentrale Funktion: Sie transportiert Trinkwasser aus dem Hessischen Ried in den Ballungsraum Rhein-Main und trägt damit wesentlich zur Versorgung von mehr als 2,4 Millionen Menschen bei. Von besonderer Bedeutung ist, dass dabei Wasser aus infiltrationsgestützten Grundwasserbereichen genutzt wird. Durch die Einleitung von aufbereitetem Rheinwasser in das Grundwasser können die Grundwasserstände trotz der Entnahmen für die Trinkwasserversorgung stabil gehalten werden. 

Der Bauabschnitt „R2M” umfasst eine rund 17 Kilometer lange, unterirdisch verlegte Trinkwasserleitung vom bereits neu errichteten Kupplungsbauwerk in Riedstadt-Wolfskehlen bis nach Rüsselsheim-Haßloch. Vorgesehen ist der Bau einer Leitung mit einem Durchmesser von 1.000 bzw. 1.100 Millimetern. Der Baubeginn soll nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens erfolgen; die anschließende Bauzeit ist auf rund vier Jahre angelegt. 

Hessenwasser hatte die Öffentlichkeit bereits Ende 2022 über das Teilprojekt R2M im Rahmen des Gesamt-Infrastrukturprojekts »Neue Riedleitung« informiert. Bis zur Fertigstellung der Planfeststellungsunterlagen folgten weitere Abstimmungen und Gespräche. Mit dem nun gestarteten Planfeststellungsverfahren wurden in den vergangenen Tagen auch betroffene Akteurinnen und Akteure schriftlich über den Stand des Vorhabens informiert. 

Weitere Informationen zum Projekt sowie Details zu Bau und Verlauf der einzelnen Bauabschnitte finden sich unter www.riedleitung.de.

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